
WAS WIRKLICH ZÄHLT
nach Schillers Ballade „Die Bürgschaft“
Die Unterstufen-Theater AG des MGM hat sich dieses Schuljahr mit Schillers Ballade „Die Bürgschaft“ beschäftigt. Frei nach der Vorlage des berühmten Gedichts ist daraus unser eigenes Theaterstück entstanden. Darin geht es um zwei Freunde, die sich gegen die Willkür einer mächtigen Königin auflehnen und bereit sind, ihr Leben füreinander zu lassen.
Nach einem gescheiterten Mordanschlag auf die Tyrannin Ariadne, Königin von Syrakus, wird Damon zum Tode verurteilt. Da er aber unbedingt noch zur Hochzeit seiner Schwester gehen muss, trägt er der Königin eine ungewöhnliche Bitte vor:
Er benötige vor seiner Hinrichtung noch drei Tage Zeit. Als Sicherheit, dass er zurückkomme, werde er ihr so lange seinen Freund Phintias als Bürgen überlassen.
Die grausame Königin ist überrascht, lässt sich dann aber tatsächlich auf den Vorschlag ein. Für sie ist das Ganze ein unterhaltsamer Zeitvertreib und sie freut sich insgeheim schon auf ihren Triumph, wenn Phintias sterben wird, während Damon längst über alle Berge ist.
Doch es zeigt sich, dass Ariadne die Macht der Freundschaft unterschätzt hat. Denn Damon tut alles Menschenmögliche, um rechtzeitig vor Sonnenuntergang des dritten Tages zurück zu sein. Unterwegs stellen sich ihm jedoch unerwartete Hindernisse in den Weg, während die Zeit immer knapper wird…
Ausgehend von dieser spannenden Handlung haben wir uns selbst gefragt:
- Was bedeutet Freundschaft für uns?
- Wie weit würden wir für unseren besten Freund gehen?
- Welche Dinge sind wirklich wichtig, um im Leben glücklich zu sein?
Aus vielen Ideen ergaben sich inhaltliche Erweiterungen, die schließlich zu unserem eigenen Theaterstück führten.
Text: M. Fondy
