Eine spannende und anregende Woche ging wie im Flug vorbei: Die Teilnehmer*innen des Polen-Austausches sind zurück aus Rabka Zdrój - wohlbehalten und voller neuer Eindrücke. Hier ein Bericht und einige Fotos:

Los ging es am Flughafen in Basel, mit einiger Verspätung und einigen Koffer- Kilos zu viel, die erst einmal umverteilt werden mussten. Nach der Landung in Krakau ging es mit unserem treuen Begleiter, dem Bus, nach Rabka. Wir wurden herzlich begrüßt und hatten alle einen entspannten Abend in den Gastfamilien und konnten so die ersten kulturellen Einblicke gewinnen.

Am Freitagmorgen konnten wir einen kurzen Einblick in die polnische Partnerschule gewinnen, bevor wir zum Heimatmuseum aufbrachen. Die typische Hinterglasmalerei probierten wir in einem Workshop selbst aus, danach bekamen wir in einer kurzen Führung einen Eindruck, wie die Leute in dieser Gegend vor 150 Jahren wohnten, welche Trachten sie trugen (die konnten wir auch selbst anprobieren) und welche handwerklichen Gerätschaften sie benutzten. Pizza-gestärkt erkundeten wir nach der Mittagspause Rabka in einer Rallye. Diejenigen, die außerhalb Rabkas bei ihren Austauschpartnern wohnten, schlossen teilweise noch einen Kennenlern- Spaziergang durch ihre Ortschaften an.

Am Samstag waren wir mit unseren polnischen Freunden in dem Naturschutzgebiet Dolina Kościeliska und anschließend in dem Touristen-Ort Zakopane. Wir haben das wunderbare Wetter an diesem Tag genossen und hatten viele Möglichkeiten, uns besser kennenzulernen. Jedoch war der Tag auch anstrengend und wir haben insgesamt an dem Samstag über 24.000 Schritte gesammelt. Wir können hier für alle sprechen und sagen: Der Tag war ein voller Erfolg.

Ein besonders bewegender Moment war der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz – Birkenau. Dank einer hervorragenden Führung durch einen polnischen Historiker bekamen wir einen nachhaltigen Eindruck von der menschenverachtenden Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten. Eine Ahnung von dem kaum vorstellbaren Leid der dort inhaftierten und getöteten Menschen wurde durch die noch erhaltenen Gebäude des Lagers, vor allem aber durch den Anblick der ihnen geraubten Kleider, Schuhe, Koffer, sogar Haare vermittelt. Vieles war schwer erträglich, aber eine wichtige Erfahrung.

Dienstag waren wir dann in Richtung Krakau unterwegs. Dort hatten wir zuerst die Möglichkeit, ein wunderschönes und höchst interessantes Museum zu besichtigen. Danach hatten wir die Chance, die Stadt Krakau auf eigene Faust zu besichtigen. Diese Freizeit wurde mit Ausflügen in Antiquitätenläden und in die große Marienkirche genutzt. Danach trafen wir uns wieder und fuhren zusammen  zum gemeinsamen Bowlen. Diese große Runde Bowling wurde souverän von Tim (aka Freiburg) gewonnen. Nach diesem spaßigen Schlusspunkt des Tages fuhren wir wieder mit unserem Lieblingsbus nach Rabka und gingen alle schnurstracks in Bett.

Der letzte Tag führte uns in den Freizeitpark Energylandia und bot einen entspannten Abschluss einer mit Eindrücken vollgepackten Woche.

Am Donnerstagmorgen ging es schon früh los. Wir trafen uns in der Schule und haben weiter an unseren Dokumentations-Projekten (und unseren Tischtennis-Skills) gearbeitet. Unser treuer Begleiter, der Bus, war auch heute zur Stelle und brachte uns nach tränenreichem Verabschieden zum Flughafen. Auch Bogdan war bis zuletzt an unserer Seite, bis wir uns tragisch von ihm verabschieden mussten. Aber die ersten Teilnehmer planen bereits ihren nächsten Besuch bei ihren Austauschpartner! Mit einigen Kilos mehr im Koffer und auf den Hüften konnten wir schließlich mit etwas Verspätung und einer Extra-Runde über Basel etwas unsanft landen.

Für uns alle war es ein sehr schöner Austausch. Wir konnten viel Neues kennenlernen und wurden die ganze Woche sehr gut umsorgt. Wir sind dankbar für eine tolle Woche mit vielen schönen Erlebnissen!

Danke Erasmus!

 

Text von Matilda Berger Nathan Ehret, Leonie Gabelmann, Barnabas Jeney, Aljoscha Kollmann, Michael Nau, Dorothea Schmidt, Leon Schneider, Lisa Schote,

Fotos: privat

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