In einer von Stolz, Freude und Fröhlichkeit getragenen Stimmung, der auch die drückende Temperatur in der Sporthalle nichts anhaben konnte, wurde am Freitagnachmittag, 10.7.26, der diesjährige Abiturjahrgang vom MGM verabschiedet. Nach einer musikalischen Einstimmung durch das Ensemble des Leistungsfachs Musik der derzeitigen 11. Klasse durften 86 Abiturientinnen und Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse aus den Händen ihrer Tutor*innen in Empfang nehmen. Darüber hinaus konnten sich zahlreiche Abiturient*innen über Preise und Auszeichnungen für ausgezeichnete fachliche Leistungen freuen: Die Palette reichte von Scheffel- (Deutsch) bis Porsche-Preis (Mathematik/Physik) über Auszeichnungen für herausragendes fremdsprachliches Können in Italienisch, Französisch oder Englisch, für überdurchschnittliches Können im Bereich Naturwissenschaften, Würdigungen besonderer musischer Talente (Kunst/Musik), bis hin zu Preisen für herausragende Leistungen in Geisteswissenschaften (gestiftet von der Sparkasse), Sport oder in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern.

 

Der Förderverein des Markgräfler Gymnasiums ließ es sich wie jedes Jahr nicht nehmen, die besten zehn Abgänger*innen für ihre außergewöhnlichen Abiturergebnisse auszuzeichnen. Fünf von ihnen haben ihre Schullaufbahn mit einer glatten 1,0 abgeschlossen.

 

Dass Schule jedoch nicht nur von der – unbestreitbar wichtigen - Wissensvermittlung, von Noten und Leistungen lebt, betonten in ihren Reden sowohl der Schulleiter Stefan Windisch als auch die beiden Abiturientinnen Emily Böhler Judith Röll.

Schulleiter Windisch stellteden Blick in die Zukunft der Schulabgänger*innen in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Vieles von dem, was sie in der Schule an „Gepäck“ gesammelt hätten, könnten sie auch in ihrem späteren Leben gut gebrauchen, anderes aber auch leichten Herzens zurücklassen und sich ohne Ballast den neuen Herausforderungen stellen. Die jungen Menschen würden von der Gesellschaft gebraucht, so Windisch, mit ihrem Wissen und ihren Ideen, aber auch mit ihren sozialen und emotionalen Fähigkeiten und in ihrer je individuellen Besonderheit. Wichtiger als auf alles eine Antwort zu wissen, sei es, auf seiner Lebensreise die richtigen Fragen zu stellen und mit Offenheit, Neugier und Selbständigkeit den eigenen Pfad zu finden, Irrwege und Abkürzungen inclusive.

 

Im Namen ihres Jahrgangs warfen Emily Böhler und Judith Röll zunächst einen Blick zurück auf ihre Zeit am MGM: die Einschulung als kleine 5.-Klässler*innen, auf die bald darauf die unerwarteten Erfahrungen der Corona-Zeit folgten, und die Jahre der gemeinsamen Schulzeit, die sie als Gemeinschaft mit großem innerem Zusammenhalt erlebt hätten. Aus diesem Geist und der gegenseitigen Unterstützung erwachse nun auch die Kraft, neue, eigene Wege in noch unbekanntem Terrain zu gehen. Sowohl der Schulleiter als auch die beiden Schüler-Vertreterinnen sprachen all jenen ihren Dank aus, die sie dabei unterstützt hatten, ihren schulischen Weg erfolgreich zu bewältigen: Eltern und Familien, Lehrerinnen und Lehrern sowie den anderen wichtigen Stützen des Schullebens wie den Sekretärinnen und den Hausmeistern des MGM.

 

Alle drei Redner*innen hoben hervor, dass Schule dann zu einem umfassenden Lernort fürs Leben werden kann, wenn die Schüler*innen sich engagieren, Verantwortung übernehmen und selbst aktiv mitgestalten können. Deshalb wurden auch diejenigen unter den Abiturient*innen geehrt, die bei Samuda über Jahre hinweg größere und kleinere Malaisen behoben und ihre Mitschüler*innen als Schulsanitäter*inne versorgt haben. Für digitale Gesundheitsvorsorge sind am MGM die Schüler-Medien-Mentoren zuständig, und auch für dieses Engagement würden einige Schüler/innen gewürdigt.

Dass die Schülermitverwaltung (SMV) auch in der Schülerschaft als ein wichtiges Gremium und Betätigungsfeld angesehen wird, bewies die Würdigung dreier ehemaliger Schülersprecher*innen durch Vertreterinnen der derzeitigen SMV.

 

Im Anschluss an den „offiziellen“ Teil gab es im Chico einen kleinen Apéro und auf dem Schulhof wurde in lockerer Runde weitergefeiert. Die ganz große Feier fand am darauffolgenden Abend im Kurhaus Bad Krozingen statt.

 

Text: Dorothea Schmidt

Fotos: Katharina Lefèvre

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